Nazis? Kannste knicken!
Nazis entgegentreten, den öffentlichen Raum nicht Preis geben!

Fakt ist: wie jedes Jahr wollen Nazis und andere Ewiggestrige den Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg im Januar 1945 für ihre Zwecke der Geschichtsverfälschung und des Relativismus nutzen. Der so genannte „Trauermarsch“ dient der Untermauerung von rechten Ideologien, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und der Besetzung des öffentlichen Raumes durch Antidemokratinnen und Antidemokraten.

Fakt ist auch: Wir haben keinen Bock auf diesen Scheiß. Überhaupt keinen Bock. Aber gar nicht. Auf Nazis und ihre Gewalt. Ob mit Worten oder Taten. Auf Verfälschung der Geschichte. Auf Nazis oder irgendwen anders, der uns sagen will, wie wir zu feiern, lieben und leben haben!

Wir? Das sind KneiperInnen, MusikerInnen, DJs, Bands, KünstlerInnen, Studierende, Auszubildende, SchülerInnen und Leute, die damit nix mehr zu tun haben, RaucherInnen und NichtraucherInnen, Tatort-Fans, TresenphilosophInnen, Straight-EdgerInnen und wer noch Bock hat!

Die Meile ist gut und richtig. Reicht uns aber nicht. Widerstand gegen Neonazis in Magdeburg muss noch sichtbarer und wirksamer werden. Wir wollen den Nazis aktiv etwas entgegensetzen. Beispiele aus Dresden und Halle zeigen: Wo Neonazis ungehindert demonstrieren können, kommen sie wieder.

Wir rufen deshalb zum entschlossenem, friedlichen und gewaltfreien Protest gegen die Neonazis auf. Geht raus und feiert, nehmt euch die Freiheit eure Meinung aktiv kund zu tun. Wir werden den Aktivitäten der rechten Szene mobile Aktionen friedlichen Protestes entgegensetzen. Damit wollen wir den Neonazis die Lust an Aufmärschen in Magdeburg nehmen. Wir setzen dabei auf unterschiedlichste, aber immer friedliche Aktionsformen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg.
Handeln, statt Wegschauen!
 Die Neonazis und ihre Ideologie verschwinden nicht einfach in dem sie ignoriert werden. Deshalb hängen wir uns rein und stellen uns ihnen an diesem Tag in der Stadt entgegen. Dieses Ziel bewegt uns. Wir sind solidarisch mit allen, die ihren Arsch hoch kriegen um Farbe zu bekennen.

Gemeinsam gegen den Naziaufmarsch am 14. Januar 2012

bunt, gewaltfrei und phantasievoll!